
Simmerl Heithauer

Spießer

Schmid

Theo Sinzinger

Hans Graßmann

Stefan Auer
Seitenanfang |
 |
Der Eisstocksport ist
vermutlich so alt, wie der Winter selbst, gewiss
aber die älteste Sportart, die im Reichenhaller
Talkessel betrieben wird. Alten Überlieferungen
ist zu entnehmen, dass das Eisschießen
- es müsste eigentlich Eisstockschießen
heißen, und der offizielle Terminus lautet heute
Eisstocksport - im 13.Jahrhundert
von Nordländern in den Alpenraum gebracht wurde,
wo es schnell die Begeisterung der Bauern und
Handwerker weckte.
Im
Lauf der Jahrhunderte entwickelte sich dieser
Sport, der zunächst ausschließlich als
Freizeitbeschäftigung betrieben wurde, zu den
heutigen Formen. Von Bad Reichenhall aus wurde
die Sportart im Ruperti- und Chiemgau verbreitet,
denn zusammen mit den Königsseern waren die
Reichenhaller die Ersten, die diesen Sport profimäßig
betrieben.
Die
Gründung des 1.Eisstock-Clubs Bad Reichenhall
ist auf folgendes, wohl einmaliges Kuriosum zurückzuführen:
Fünf Eisstocksportler
aus der Kurstadt reisten 1926 zur Deutschen
Meisterschaft nach Garmisch-Partenkirchen und
vertraten die Reichenhaller Farben, ohne einem
Verein anzugehören. Die Funktionäre drückten
beide Augen zu und verweigerten die Teilnahme
nicht, zumal niemand damit rechnete, dass die Nobodies im Kampf um die
Meisterschaft würden mitmischen können. Der
Name des Deutschen Meisters im Eisstockschießen
des Jahres 1926 ist nicht bekannt, man kennt
lediglich die Namen der fünf Reichenhaller, die
damals sensationell den Titel gewannen, was nicht
nur den Groll der gegnerischen Favoriten weckte,
sondern auch die Verantwortlichen zum Handeln
zwang:
Um
zur Titelverteidigung im nächsten Jahr antreten
zu können, mussten die Reichenhaller einen
Verein gründen, so die Auflage der Offiziellen.
Am
12.März 1927 wurde der 1.EC Bad Reichenhall aus
der Taufe gehoben. 34 honorige Bürger enthält
die Anwesenheitsliste der Gründungsversammlung,
die im Reichenhaller Hof abgehalten wurde.
Noch
im Gründungsjahr erfolgte der Beitritt zum
Bayerischen Eissport-Verband (BEV), Mitglied im
Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) und zur
Deutschen Eissport-Vereinigung (DESV), Mitglied
in der Internationalen Föderation für
Eisstocksport (IFE).
In den folgenden
Jahrzehnten war die Pflege und Förderung des
Eisstocksports stets oberstes Gebot für den
Verein. Auf sportlicher Ebene konnte der Club
zahlreiche Erfolge bei nationalen und
internationalen Wettkämpfen, sowohl im
Mannschafts-, als auch im Ziel- und
Weitenwettbewerb feiern. Neben mehreren
Bayerischen und Deutschen Meistertiteln zählen
auch einige Titel, die auf internationaler Bühne
erkämpft wurden, zur Trophäensammlung des 1.EC
Bad Reichenhall. Der größte Erfolg der jüngeren
Vergangenheit war der Gewinn des
Vizeeuropameistertitels, den Thomas Schrofner mit
der Deutschen Jugendnationalmannschaft eroberte. Mit dem
ehemaligen Weltklasseathleten Klaus Wallner hat
der EC einen Sportwart in seinen Reihen, der in
seiner aktiven Zeit nationale und internationale
Titel am Fließband gewann: Wallner war u.a.
Weltmeister mit der Deutschen Nationalmannschaft
und mehrfacher Europameister bzw. -cupsieger im
Herren- und Juniorenbereich.
Auch
als Veranstalter hat der 1.EC Bad Reichenhall im
In- und Ausland einen guten Namen. Der Verein hat
nahezu alle Wettbewerbe durchgeführt, die der
Eisstocksport zu bieten hat:
Kreis-
und Bezirksmeisterschaften, Bayerische und
Deutsche Meisterschaften, Kreis- und
Bezirkspokal, Bayernpokal, Deutschlandpokal und
sogar einmal den Europa-Cup, der 1977 anlässlich
des 50-jährigen Gründungsjubiläums in der
Reichenhaller Eissporthalle ausgetragen wurde.
Weiter
geht es hier mit dem Verlust der Sportanlage und dem
Neubeginn... |
 |

Toni Biermaier

Toni Vollmann

Kaschi Knoll

Paul Dießbacher

Franz Bergmaier

Hans Nagl
 |